Angst vor dem Frieden?

Wenn die Medien den Terror der letzten Jahre, Wochen, Monate, Tage in die Wohnzimmer tragen, weckt das Ängste. Die Befürchtung wächst, man könne selbst das Leben verlieren. Die Gewalt aus Romanen und Spielfilmen ist bedrohlich nah und nicht mehr wohlig unterhaltsam. Wie ein Virus macht sich unter den Christen Endzeitstimmung breit. «Ich mag nicht mehr», tönt es durch die sozialen Netzwerke. Und: «Mag Christus bald erscheinen, um uns von dieser Welt zu erlösen.» Gott ist nicht der Dienstleister, und Christen sind nicht die Konsumenten.

Die Frage ist, warum sollte Gott uns den Himmel anvertrauen, wenn wir noch nicht einmal in der Lage sind, die Erde zu bewahren? Christen haben einen klaren Auftrag: «Ihr seid das Salz der Erde – Ihr seid das Licht der Welt». – Da ist Jeschua aus Nazareth eindeutig. (nach Matth. 5,13-16)

Dem Nazarener wird auch «Wohl denen die Frieden stiften. Sie werden Kinder Gottes genannt» zugeschrieben. (nach Matth. 5,9)

Fürchten wir uns etwa vor dem Frieden, weil dann der Gruselfaktor in den Fernsehnachrichten fehlen würde?

© 2017 Matthias Möller
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