Osterzeit | Beziehung

zu Johannes 20, 11-18

Die Reaktion Marias zeigt, dass die Beziehung, die sie zu Jesus hat, nicht rein verehrend ist, sondern eine Beziehung mit Nähe und Vertrauen: Es ist seine Stimme, die vertraute Art seiner Sprache, die durch den Schleier von Tränen und Trauer dringend, mit allen Zweifeln aufräumt. Es ist keine große Rede die sie überzeugt, es ist ein Wort: Maria.

Jesus hat mit ihr geredet. Für sie ist die Auferstehung keine theoretische Möglichkeit mehr. Maria ist die erste Zeugin. Jesus macht sie zu der Botschafterin einer neuen Wirklichkeit, dem Fundament des christlichen Glaubens: Auferstehung ist ein realer Neuanfang.

Verkündigung des Evangeliums ist Berufung jedes Christen. Wer verkündigt, Jesus ein Gesicht gibt, darf nicht unberührbar sein, sondern muss Beziehungen mit Nähe und Vertrauen zulassen. Es sind nicht große Reden die in Beziehungen überzeugen. Kleine Gesten und Worte sind wichtig.

Beispiele müssen zeigen, die Verkünderinnen und Verkünder nehmen Jesus ernst. Sie benutzen das Evangelium nicht für eigene Interessen, vielmehr scheint Jesus immer durch. Jeder spürt Liebe, Nähe und Vertrauen, so als höre er seinen eigenen Namen.

 

 © 2013 Matthias Möller