Januar. Immer noch Weihnachten.

Stern (c) Maria Lanzmaster/pixelio
Stern (c) Maria Lanzmaster/pixelio

Schon gewusst? Die weihnachtliche Festzeit beginnt mit dem Advent und endet nach alter christlicher Tradition mit der Darstellung des Herrn am 2. Februar. (Jesus wurde zum Priester gebracht und vor Gott „dargestellt“.)

Die Weihnachtsgeschichte wird oft nur bis zum Lobpreis der Hirten gelesen (Lukas 2, 1-20). Erst Vers 21 berichtet von der Namensgebung und Beschneidung. Und er berichtet von vier Riten. Riten, die in den Vorschriften des Alten Testaments Tradition sind: Beschneidung – Reinigung der Frau – Heiligung der Erstgeburten (2. Mose 13,2; 13,15) und Opfer ( 3. Mose 12,6-8).

Im Anschluss begegnen Maria, Joseph und das Kind Simeon und der greisen Prophetin Hanna. Die Freude Simeons, den Messias noch sehen zu dürfen, ist durch Johann Sebastian Bachs Kantate Ich habe genug (BWV 82) bekannt. In der die Kantate einleitenden Bass-Arie heißt es: „Ich habe genug, Ich habe den Heiland, das Hoffen der Frommen, Auf meine begierigen Arme genommen; Ich habe genug! Ich hab ihn erblickt, Mein Glaube hat Jesum ans Herze gedrückt; Nun wünsch ich, noch heute mit Freuden Von hinnen zu scheiden.“ (nach Lukas 2,29 ff.)